04.02.2020,
RHEWUM Hochleistungs-Siebmaschinen für die Kali-Industrie
Artikel lesen08.09.2025,
Valentina Weber, RHEWUM GmbH
Die Nachfrage nach Kali steigt, während die Versorgung stark auf wenige Regionen konzentriert und damit geopolitischen Risiken ausgesetzt ist. Für viele Werke ist der schnellste und zugleich am wenigsten eingreifende Hebel zur Kapazitätssteigerung und zur Stabilisierung der Produktqualität die Beseitigung von Engpässen in der Siebung – insbesondere in Kompaktierungs- und Granulationskreisläufen.
In vielen Kalilinien ist die Siebung – vor allem in Kompaktierung/Granulation und bei der Endklassierung – der entscheidende Engpass; wird er beseitigt, steigen Durchsatz und Produktstabilität unmittelbar. Maßnahmen zielen meist auf richtig dimensionierte Siebmaschinen und eine gleichmäßige Beschickung/Verteilung statt auf große Umbauten. Dadurch lassen sich Projekte im laufenden Betrieb typischerweise in rund sechs Monaten umsetzen und heben kurzfristig etwa 10–20 % zusätzliche Produktion; mit aufgabenspezifischen Sieben sind 20–30 % pro Linie (oft +100–150 t/h) möglich, mit Amortisationszeiten häufig unter einem Jahr, sofern die Zusatzkapazität genutzt wird.
Eine Untersuchung in einer Anlage zur Herstellung von MOP‑Granulat (Kaliumchlorid) zeigt die Wirkung gezielter Maßnahmen an der Siebtechnik: Ziel war, den Durchsatz von Kompaktierung und Siebung von 400 t/h auf 696 t/h zu steigern (Auslegung 900 t/h). Vier vorhandene Produktsiebe (je 100 t/h) wurden durch zwei RHEduo®‑Dreidecksiebe ersetzt; jedes Gerät verarbeitete 348 t/h (Auslegung 450 t/h). Die gleichmäßige Verteilung erfolgte über RHEmid‑Dosierer und angepasste Verteilerschurren.
Für die Abscheidung von Feinstaub in der Endkontrolle kam eine RHEflex®‑Linearschwingsiebmaschine (Kapazität 146 t/h) zum Einsatz.
Versuchsergebnisse:
Die hochfrequente Linearschwingung ermöglicht enge Trenngrößen; die kompakte, modulare Bauweise erleichtert die Nachrüstung ohne größere Verstärkungen der Tragstruktur.
Gezielte Maßnahmen an der Siebtechnik rechnen sich in der Regel in unter einem Jahr pro Linie, wenn die zusätzliche Kapazität abgesetzt wird. Gleichzeitig sinken Stillstände und Wartungsaufwand, die Lebenszykluskosten gehen zurück und die Reaktionsfähigkeit auf Marktnachfragen steigt. Angesichts geopolitischer Einflüsse und störungsanfälliger Lieferketten sind Agilität und Durchsatzflexibilität strategische Notwendigkeiten. Das Entschärfen des Engpasses in der Siebung ist ein skalierbarer, kosteneffizienter Weg, um Kapazität freizusetzen und die Profitabilität langfristig zu sichern. Praktisch gibt es zwei Ansätze: unterdimensionierte Siebmaschinen durch passend ausgelegte ersetzen oder zusätzliche Siebkapazitäten vor‑ bzw. nachschalten, um überlastete Aggregate zu entlasten.
Hinweis: Dieser Beitrag fasst das Whitepaper „Unlocking Potential: Tackling Bottlenecks in Potash Production“ der RHEWUM GmbH zusammen. Alle technischen Angaben und Kennzahlen stammen aus der genannten Quelle.
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